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Antifaschismus/Antirassismus-Referat


 

 

ReferenntInnen: Julia und David

Sprechzeiten: asta.asfh-berlin.de/index.php

 

 

 

 

Wir möchten die Studierenden der ASFH mit Informationsveranstaltungen, Diskussionen und Ausstellungen zu den Themen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus sensibilisieren und dabei aktuelle wie auch  historische Themen aufgreifen. Außerdem will sich das Referat mit emanzipatorischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen hier vor Ort  vernetzen.

 

E-Mail: antirafa(at)asfh-berlin(dot)de




Alles muss man selber machen... Zusammen gegen die NPD! Infoveranstaltung 1.Juli 2009 19.30 Uhr Festsaal Kreuzberg



 

 

Die NPD hat sich in den letzten Jahren zum Gravitationszentrum der extremen Rechten entwickelt. Der rasche Aufstieg zu einem auch wahlpolitisch erfolgreichen Projekt hat jedoch zu zahlreichen Fraktionierungen und Machtkämpfen geführt, welche die Partei momentan erschüttern.Der Parteichef Voigt steht nicht nur aufgrund des hausgemachten Finanzskandals unter innerparteilichem Druck. Schon mutmaßt Innensenator Körting: ?Ob die NPD dieses Desaster überleben wird, bleibt abzuwarten?Statt abzuwarten wollen wir jedoch nachsetzen. Weder die Bundestagsverwaltung, noch die internen Machtkämpfe werden die NPD beerdigen. Die NPD steht im Superwahljahr 2009 vor wichtigen Landes und Kommunalwahlen.Erfolge hierbei könnten den brüchigen Kitt zwischen Kameradschaftsmilieu und Altkadern erneuern, oder eine neue Hegemonie in der Partei herstellen.Unsere Referenten werden zunächst einen Überblick über die aktuelle Lage

der NPD geben und ihre politische Strategie im Jahr der Krise und der Wahlkämpfe skizzieren. Danach werden wir Kampagnen gegen die NPD vorstellen.

 

1.Juli 2009 19.30 Uhr Festsaal Kreuzberg

 

Mit:

Andreas Speit, Journalist (taz, Der Rechte Rand u.a. zuletzt

veröffentlicht Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die

Mitte der Gesellschaft (2008)

Fabian Virchow , Vertreter von "Alles muss man selber machen"

 

www.zusammen-gegen-die-npd.de www.selbermachen.tk www.avanti-projekt.de

 


Veranstaltungen zu Antiziganismus im Audimax der ASH



25. Mai 2009. 19.00 Uhr. Audimax der Alice-Salomon-Hochschule Berlin.

Alice-Salomon-Platz 5. U5-Bhf. Hellersdorf.

 

Buchvorstellung, Vortrag und Diskussion mit Markus End und Jan Severin Antiziganistische Zustände. Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments.

 

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und wirkmächtiges Phänomen, das in den westlichen Gesellschaften tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als ‚Zigeuner‘ diskriminiert und teilweise verfolgt, im Nationalsozialismus wurden Hunderttausende Roma und andere als ‚Zigeuner‘ Verfolgte aus ganz Europa deportiert und planmäßig vernichtet. Trotzdem mangelt es an politischen und theoretischen Analysen. Das gilt auch für eine linke Kritik, die oft nicht über moralische Empörung hinaus geht.

Markus End und Jan Severin stellen den kürzlichen erschienenen Sammelband

„Antiziganistische Zustände“ vor. Dabei werden sie eine Einführung in Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus geben und einige Ansätze zur Analyse dieses Ressentiments vorzustellen. Während Jan Severin dabei auf die Rolle der Ethnologie bei der Konstruktion rassistischer

‚Zigeuner‘-Bilder eingeht, wird Markus End versuchen, Ansätze zu einer Kritik des Antiziganismus mittels Kritischer Theorie näher zu bringen.

 

 

 

27. Mai 2009. 19.00 Uhr. Audimax der Alice-Salomon-Hochschule Berlin.

Alice-Salomon-Platz 5. U5-Bhf. Hellersdorf.

 

Vortrag und Diskussion mit Yvonne Robel und Kathrin Herold Szenarien des Erinnerns. Die gedenkpolitische Fortschreibung von Antiziganismen.

 

Der Gedenkschub der 1990er Jahre hat auch die noch in den 1980er Jahren als die „vergessenen Opfer“ betitelten Roma ins gesamtdeutsche Erinnerungstableau integriert. Dennoch lässt sich zeigen, dass auch forcierte gedenkpolitische Auseinandersetzungen wesentlich in

antiziganistischen Diskursmustern verhaftet bleiben. Yvonne Robel beleuchtet die Konstruktion von ‚uneinigen‘ und ‚konkurrierenden‘ Roma im Zuge der Debatten um ein zentrales Mahnmal in Berlin. Kathrin Herold verdeutlicht anhand der Bleiberechtskämpfe Hamburger Roma an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme (1989 und 1993), wie ein Erinnerungsort zum Schauplatz einer gewaltsamen politischen Auseinandersetzung werden kann. Das projektive Bild des ‚Zigeuners‘, so lässt sich zeigen, wird sowohl über offenes staatlich-repressives Handeln als auch in scheinbar politisch-korrekten Gedenkrhetoriken verfestigt.

 

 




"Wir lebten in einer Oase des Friedens . . ."


 

12. - 30. Januar 2009 vor dem Audimax der ASFH

 

Wanderausstellung: Die Geschichte einer jüdischen Mädchenschule 1926–1938

 

 

 

Es war eine besondere Schule in einer besonderen Zeit. Ursprünglich sollten hier Mädchen lernen, einen jüdischen Haushalt nach rituellen Regeln zu führen, und sich auf weiterführende wirtschaftliche, soziale und pädagogische Berufe vorbereiten. Während der NS-Zeit entwickelte sich die Schule dann zu einem Zufluchtsort.

 

Junge Frauen aus dem gesamten Deutschen Reich kamen hierher, um sich vor Anfeindung und Ausgrenzung zu schützen oder sich auf ihre Auswanderung vorzubereiten. Die landwirtschaftliche Ausbildung, die in Wolfratshausen einen besonderen Stellenwert einnahm, wurde später für viele Schülerinnen geradezu überlebensnotwendig, bildete sie doch eine der Voraussetzungen für ein Visum ins rettende Ausland.

 

Am 9./10. November 1938 wurden in der Reichspogromnacht alle Schülerinnen und Lehrerinnen gewaltsam vertrieben. Die Schule wurde geschlossen.

 

 

 

 




Veranstaltung: "Das Versteckspiel"


 

ASFH | Mittwoch, 10. Dezember 2008 | 18.00 Uhr | Audimax (Alice-Salomon-Platz 5, Hellersdorf)


"Symbole, Codes, Lifestyle und Marken der extremen Rechten."


Die bei Neonazis beliebte Marke "Thor Steinar" ist ein Erkennungsmerkmal
der extremen Rechten. Daneben gibt es noch viele weitere Codes, Symbole
und Marken. An Berliner Hochschulen sind bereits Vorfälle bekannt, in
denen Studies mit z.B. "Thor Steinar"-Klamotten aufgetaucht sind. Vor
diesem Hintergrund findet eine kleine Veranstaltungsreihe statt.


Die mehr als 120 bekannten Symbole und Codes, die verschlüsselt offen
eine rechte politische Orientierung ausdrücken, sind für Außenstehende meist nicht zu erkennen.

Sie sind mehr als nur Erkennungsmerkmal für Gleichgesinnte: Sie vermitteln ein
Gruppengefühl und sie transportieren eine eindeutige politische
Botschaft. Politische Symbole sind nichts anderes als die komprimierte
Darstellung der wesentlichen Grundsätze einer Weltanschauung. Ihre
Wiedergabe vermittelt einen bestimmten Inhalt, eine Zugehörigkeit oder
erst einmal nur der Ausdruck eines Gefühls. Die Veranstaltung
beschäftigt sich mit den Symbolen und Marken der extremen Rechten und
soll über deren Hintergründe und Aussagen informieren.

FU | Dienstag, 9.12.08 | 16 Uhr | L115 (Seminarzentrum in Silberlaube,
Otto-von-Simson-Str. 16, U-Bhf. Dahlem-Dorf)

ASFH | Mittwoch, 10.12.08 | 18 Uhr | Audimax (Alice-Salomon-Platz 5,
Hellersdorf)

TU | Donnerstag 11.12.08 | 16 Uhr | MA 041 (Straße des 17.Juni 136)

Die VeranstalterInnen behalten sich vor vom Hausrecht Gebrauch zu
machen, um Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind
und/oder sich rassistisch, sexistisch etc. äußern, von der Veranstaltung
zu verweisen.


Eine Veranstaltungsreihe von:

Antifaschistische Linke Liste (FU Berlin),

AStA ASFH (www.asta.asfh-berlin.de)

und

AStA TU (www.asta.tu-berlin.de).




Ausstellung: "Wohnungslose im Nationalsozialismus"




Ausstellungsbild: "Angetretene Insassen der Herzogsägmühle". Nachweis: Der nichtseßhafte Mensch, München 1938

 

Vom 7. - 14. November 2008 vor dem Audimax der ASFH


Wieviele sogenannter „Bettler“ und „Landstreicher“, ab 1938 auch als "Nichtseßhafte" bezeichnete Menschen, in Konzentrationslager eingeliefert wurden, lässt sich nicht genau feststellen. Experten schätzen die Zahl auf über 10.000. Häftlinge aus der Kategorie der sogenannten "Asozialen" blieben in Ost- und Westdeutschland von Entschädigungszahlungen ausgeschlossen. Erst in den letzten Jahren sind Entschädigungszahlungen in einigen Bundesländern über Härterfallregelungen möglich. Für die Überlebenden dürfte dies in der Regel zu spät gewesen sein: Das durchschnittliche Geburtsjahr der 1938 bei der "Aktion Arbeitsscheu Reich" Verhafteten war 1900.


Zum Gedenken an diejenigen, die in der Zeit des Nationalsozialismus als sogenannte "Asoziale" verfolgt und ermordet worden sind, hat die BAG Wohnungslosenhilfe e.V. eine Ausstellung erstellt, die das Antifaschismus / Antirassismus Referat des AStA der ASFH für (geplant) eine Woche zeigen wird.


Mehr dazu unter:


http://www.bag-wohnungslosenhilfe.de/ausstell/1.phtml


http://www.bag-wohnungslosenhilfe.de/ausstell/artikel.pdf

 

 



Ausstellung - Politisches Plakat an der ASFH


 

Zehnte Station: Berlin-Hellersdorf


Seite heute ist die Ausstellung bis zum 17. Oktober 2008 im Studierenden-Café "Mein Block" der Alice Salomon Fachhochschule (U-Bhf Hellersdorf) zu sehen. Das ist das vorerst letzte Mal, dass die Ausstellung in Berlin zu sehen sein wird.

 

Das Projekt "Das Politische Plakat" archiviert und macht zugänglich, will anregen und Grundlagen bilden und auch helfen zu verstehen, wie ein Arrangement zustande kommt. Seit im September 2006 in Unregelmäßigkeit Plakate aus dem politischen Spektrum ‹links›, bisher mit Hilfe der Internetmedien BLOG und FLICKR veröffentlicht wurden, haben sich mittlerweile über tausend verschiedene aus den unterschiedlichsten Zeiträumen, Gegenden und Zusammenhängen angesammelt. Um dem Papierberg nun eine neue Öffentlichkeit zu schaffen, wurde aus einer Auswahl der Plakate die Ausstellung entwickelt.

 

Links:

 

 

http://politischesplakat.blogsport.de/

 

 




Ausstellung zu Antisemitismus in der DDR



 

Vom 7. - 11. Juli 2008 vor dem Audimax der ASFH

 

Das Rechercheprojekt „Antisemitismus in der DDR“ hat sich zum Ziel gesetzt, eine Debatte über Antisemitismus in der DDR anzustoßen. In acht ostdeutschen Städten recherchierten deshalb Jugendliche mit der Unterstützung von Fachkräften zu diesem Thema. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Wanderausstellung präsentiert. Längerfristig soll die Zivilgesellschaft dazu ermutigt werden, weitere Rechercheprojekte zum Thema im lokalen Raum zu initiieren.

 

 

Mehr Informationen

 

www.amadeu-antonio-stiftung.de/start/

 


Umzug


 

Wir sind seit dem Wintersemester 2007 / 2008 im Raum 013 zu finden.

 

 


Rock für Links 2008 Marzahn/Hellersdorf


 

 

Seit 1998 findet im östlichsten Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf das
antifaschistische umsonst & draußen Festival "Rock für Links" statt. Mit dem
Festival soll der Plattenbaubezirk, der von weit verbreiteten Alltagsrassismus,
Mangel an Zivilcourage, aber auch von organisierten Nazis von NPD bis Freien
Kameradschaften geprägt ist, wenigstens an einem Tag im Jahr von tausenden jungen
Menschen mit emanzipatorischen Positionen besetzt werden.

Im Jahr 2008 findet das "Rock für Links" am 13.September an der Freifläche am
U5-Bhf. Cottbusser Platz (Hellersdorf) statt.

Mehr dazu unter:  http://rockfuerlinks.blogsport.de/

 

 




Infoveranstaltung am Donnerstag, den 17. April 2008 zum Lager Motardstraße



 

18.00 Uhr * Alice-Salomon-Fachhochschule * Audimax


* Die rechtliche und soziale Lage der Flüchtlinge in Berlin (Georg Classen, Flüchlingsrat Berlin)


* Informationen zur Einweisungspraxis von Marzahn-Hellersdorf (Bündnis gegen Lager)

Eine besonders rassistische Methode Berliner Ämter ist die Einweisung in das Ausreisezentrum in der Motardstraße. Dies liegt abgelegen in einem Spandauer Industriegebiet. Marzahn-Hellersdorf ist der Bezirk mit den meisten Einweisungen. Wir fordern Wohnungen statt systematischer Zermürbung! Bizarr und offenbar taktisch motiviert ist die Haltung der örtlichen Regierungspartei die LINKE: Entgegen ihrer Bekundungen vor einem Jahr und ihrem antirassistischem Anschein lässt die Bürgermeisterin und Sozialstadträtin Pohle kontinuierlich und massiv einweisen.

Wir wollen über Entwicklung und konkrete Skandale der Berliner AusländerInnenpolitik informieren. Weil das Sozialamt Marzahn-Hellersdorf eines unserer schlimmeren Probleme ist, möchten wir über einen Schwerpunkt auf die Missstände hier legen und über Möglichkeiten der Intervention diskutieren. Betroffene BewohnerInnen des Ausreisezentrums Motardstraße schildern ihre Sicht der Lebensumstände dort.

 

 

 


Aktuelle Dokumente:


Kleine Anfrage Marzahn-Hellersdorf (März 2008)
www.chipkartenini.squat.net/Archiv/aktionen/berichte/Motardstra%DFe%20-%20Materialien/ka_marzahn-hellersdorf_maerz_2008.pdf

Kleine Anfrage: Lager Motardstraße:

Keine Verbesserungen in Sicht? (Februar 2008)


www.chipkartenini.squat.net/Archiv/aktionen/berichte/Motardstra%DFe%20-%20Materialien/kA_Motardstr_2008.pdf

mehr Infos und Presse auf unserer Sonderseite:


www.chipkartenini.squat.net/Archiv/aktionen/berichte/Motardstra%dfe%20-%20Materialien/Motardstrasse-Materialien.html

Eine Veranstaltung des Bündnis gegen Lager – Berlin/Brandenburg im Rahmen der De*fence Kampagne.


Eintritt frei. Anfahrt: Alice-Salomon-Platz, U5 Hellersdorf

Vorankündigungen:

24.04.2008 16:30 Uhr, Antirassistische KUNDGEBUNG gegen das Sozialamt Marzahn-Hellersdorf vor dem Freizeitforum Marzahn

28.04.2008, 19.00 Uhr: Veranstaltung zu Auslieferungsverfahren und dem faktischen politischen Betätigungsverbot für MigrantInnen, Café Morgenrot, Kastanienallee 85, Prenzlauer Berg

 

Mehr zum Thema:

 

www.chipkartenini.squat.net/Archiv/aktionen/berichte/Motardstra%dfe%20-%20Materialien/Motardstrasse-Materialien.html

 

 


Kundgebung im Gedenken an die Befreiung von Auschwitz


 

26. Januar 2008 // ab 15.00 Uhr // Alice-Salomon-Platz

 

 

Vor fast 63 Jahren, am 27.Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit. Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager; allein dort wurden mindestens 1,1 Million Menschen, zumeist Jüdinnen und Juden, aber auch Sinti und Roma, Polen und sowjetische Kriegsgefangene ermordet. Auschwitz ist das Symbol für die Shoa und steht stellvertretend für die Vernichtung von mehr als 6 000 000 Jüdinnen und Juden.

Am 27.Januar 2008 findet nunmehr zum dritten Mal der internationale Holocaustgedenktag statt, welchen wir, das Bündnis „Kein Vergessen“ zum Anlass nehmen, um auch in Marzahn-Hellersdorf der Opfer der deutschen Barbarei zu gedenken.

Am 26. Januar 2008 veranstalten wir ab 15.00 Uhr auf dem Alice-Salomon-Platz in Helle Mitte eine Kundgebung im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, gegen das Vergessen und gegen Geschichtsrevisionismus; für eine Gesellschaft in der alle Menschen unabhängig von Nationalität, Geschlecht, Sexualität oder Religion frei und unter menschenwürdigen Bedingungen leben können.





Mehr Informationen: kein-vergessen.de


Infoveranstaltung zum Thema Antiziganismus und Dr. Robert Ritter


 

Am Mittwoch den 12. Dezember 2007  findet um 18.00 Uhr im Audimax der Alice-Salomon-Fachhochschule (U5-Bhf. Hellersdorf) eine Infoveranstaltung mit Erich Schmidt zum Thema „Antiziganismus und Dr. Robert Ritter" statt. Dr. Dr. Robert Ritter war Leiter des „Kriminalbiologischen Institutes der Sicherheitspolizei (KBI)" und zuvor als Wissenschaftler maßgeblich am Völkermord gegenüber Sinti und Roma beteiligt. So mussten sich im Rahmen der von ihm mitverantworteten pseudowissenschaftlichen Beurteilungspraktiken bis in das Jahr 1945 fast 24.000 Menschen in ihrer „rassischen Zugehörigkeit" klassifizieren lassen.

Diese Einordnung entschied oft über Leben und Tod, so auch im Sinti und Roma Zwangslager Berlin-Marzahn.

Veranstalter: Bündnis Kein-Vergessen

 

Weitere Infos unter: kein-vergessen.de

 

 

 

 



Dr. Robert Ritter war als Wissenschaftler maßgeblich am Völkermord an Sinti und Roma beteiligt.


Angewandte Rassenwissenschaften und die Rolle Robert Ritters und des Instituts für Kriminalbiologie bei der Verfolgung und Vernichtung so genannter Zigeuner zwischen 1933 und 1945


Einleitungsreferat und Moderation: Michael Moreitz (Politikwissenschaftler an der ASFH).

 

Referent: Erich Schmidt (Sozialwissenschaftler aus Hamburg).

 

Am 12. Dezember findet um 18 Uhr in der Alice-Salomon-Fachhochschule eine Infoveranstaltung mit Erich Schmidt (Sozialwissenschaftler aus Hamburg) zum Thema “Angewandte Rassenwissenschaften und die Rolle Robert Ritters und des Instituts für Kriminalbiologie bei der Verfolgung und Vernichtung so genannter Zigeuner zwischen 1933 und 1945" statt.

 

Über Jahrhunderte erstreckt sich die Geschichte der Vertreibung und Verfolgung von Menschen, die immer wieder als Zigeuner bezeichnet wurden. Ihre vermeintliche Lebensweise floss in Stereotype ein, die variantenreich ihr vorgeblich Unangepasstheit als unveränderbare ethnische und rassische Eigenarten auswies. Damit war der jeweilige zeitgenössische Kontext erfolgreich ausgeblendet und die Legitimation für Vertreibung und Verfolgung gelegt.

 

Hieran knüpften die rassenwissenschaftlichen Untersuchungen Robert Ritters und seines „Kriminalbiologischen Instituts“ während des deutschen Faschismus’ an. Ritter und sein Institut betrieben bis Kriegsende einen immensen Aufwand, alle so genannten Zigeuner in einem bizarren Schema zu katalogisieren. Mit gleichem Eifer setzte sich Ritter für die Umsetzung seiner angeblich wissenschaftlichen Ergebnisse ein. Er radikalisierte und erweiterte die Politik gegenüber Menschen, die ihm als so genannte Zigeuner galten oder auch nur schienen. Die von Ritter immer wieder geforderte „kriminalbiologische“ Lösung öffnete den Weg für die Deportation und Vernichtung.

Der Referent beschreibt die Systematisierung, Expansion und Radikalisierung des Stereotyps „Zigeuner“ und die darauf gestützte reale Vernichtungspolitik während des deutschen Faschismus.


Infoveranstaltung "Antifa-Event statt Nazi-Advent!


Infoveranstaltung "Antifa-Event statt Nazi-Advent!

Am Mittwoch den 21. November 2007 um 19.00 Uhr findet in der Projektwerkstatt W.u.T. (Wurzener Straße 6-8, U-Bhf. Louis-Lewin-Straße) eine Informationsveranstaltung statt: "Antifa-Event statt Nazi-Advent! Naziaufmarsch sabotieren!"

 

Wie in den Jahren zuvor, planen auch diesmal wieder Berliner Neonazis der "Freien Kräfte" in Kooperation mit der NPD einen Neonaziaufmarsch am 1. Dezember 2007 im Berliner Südosten durchzuführen. Dabei stellen
diejenigen Forderungen nach einem "Nationalen Jugendzentrum" auf, die in den vergangenen Jahren für zahlreiche Übergriffe verantwortlich waren. Diesen rechtsextremen Aufzug werden wir auch im 5. Jahr in Folge nicht unwidersprochen hinnehmen und rufen dazu auf, sich den Nazis am 1. Dezember in den Weg zu stellen.

 
Weitere Infos unter: www.antifa-dezember.de.vu

 

 


Ausstellung zu den Pogromen in Rostock







 

 

Ausstellungseröffnung am 15. Oktober 2007  um 19.00 vor dem Audimax

 

„Von Menschen, Ansichten und Gesetzen. Rostock-Lichtenhagen - 10 Jahre danach“

 

Die Wanderausstellung „Von Menschen, Ansichten und Gesetzen. Rostock-Lichtenhagen – 10 Jahre danach.“  beinhaltet 24 Tafeln zu vier Themenschwerpunkten:

 

  • Die Ereignisse von Lichtenhagen im Umfeld der damaligen politischen und sozialen Situation, die Opfer und die Akteure.
  • Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus – was ihn ausmacht, welche Ursachen er hat.
  • Migration in Deutschland – Realitäten, Chancen und Probleme.
  • Rostock heute – Initiativen und Projekte für die Integration von Migranten und Asylbewerbern, für Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Die Ausstellung erinnert an die rassistischen Ausschreitungen vor nunmehr 12 Jahren und vermittelt die heute noch relevanten Aspekte weiter. Die Zusammenhänge werden erkennbar, die rassistische Gewalt unter ähnlichen Rahmenbedingungen wiederholbar machen würden.
Die Ausstellung zeigt, dass solche Ereignisse nicht einfach über uns kommen. Es ist immer das Handeln oder Nichthandeln von Menschen, das zu solchen Ereignissen führt. Sie soll eigenes Handeln oder Nichthandeln hinterfragen.

Die Ausstellung ist in folgenden Bereichen einzusetzen:

  1. Als Grundlage oder in Kombination mit anderen Schulprojekten zu Anti- Rassismus-Themen
  2. Als Anschauungs- und Informationsmaterial für den Sozial-, Geschichts-, Politik- oder Religionsunterricht
  3. In der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung

Zur Unterstützung einer umfassenden Aufarbeitung wurde in Ergänzung zur Ausstellung ein Internetportal unter der Adresse:


www.living-with-conflict.org/lichtenhagen gestellt.

 

Eine Begleitbroschüre der Initiative "Bunt statt Braun" mit dem (komischen) Titel "Trauma einer Stadt" liefert umfangreiches Hintergrundwissen zur Wanderausstellung :

 

http://www.buntstattbraun.de/_cmsdata/_file/file_4.pdf

 

 


Semesterfreie Zeit = Keine Sprechstunde :-)


 

Liebe Kommilitonen & Interessierte,

 

in der semesterfreien Zeit sind wir so frei nicht zu unserer Sprechstunde zu kommen. Ihr könnt uns selbstverständlich eine E-Mail oder ein Fax schicken, wenn ihr eine dringende Frage, Bitte oder ähnliches habt.

 

Schöne Ferien und passt auf euch auf ....

 

Julia und Ruben

 

 





Kein Vergessen: Erste Erfolge der Kampagne


 

Berlin: Am 16. Mai 2007 organisierte das Bündnis „Kein Vergessen“ im Alten Marzahner Rathaus am Helene-Weigel-Platz die zweite Diskussionsveranstaltung über eine mögliche Rückbenennung von Straßen in Mahlsdorf und Kaulsdorf. Ein erster Teilerfolg konnte erzielt werden: Die ParteienvertreterInnen signalisierten ihre Bereitschaft die Rückbenennung des Pfalzgrafenweg in Offenbachstraße umzusetzen.

 

Der 16. Mai 2007 war der 69.Jahrestag der Umbenennung von Straßen in Mahlsdorf und Kaulsdorf. 1938, im Zuge der eingeleiteten Pogrome gegen Jüdinnen und Juden, tilgten die Nazis die Würdigung der urspr. jüdischen Namenspatronen aus dem öffentlichen Straßenbild. Die Umbenennungen sind auf die Nürnberger Rassengesetze zurückzuführen und letztendlich Teil des deutschen Antisemitismus, der in den Gaskammern von Auschwitz und der Vernichtung von über sechs Millionen Jüdinnen und Juden seinen Höhepunk fand.

Mit mehreren Infoständen, Verteil- und Steckaktionen, einer Kundgebung am S-Bhf. Mahlsdorf und einer Diskussionsveranstaltung in der Alice-Salomon-Fachhochschule in Hellersdorf wurden Marzahn-Hellersdorfer BürgerInnen seit Februar 2007 über die politischen Hintergründe der Umbenennungen aufgeklärt und die Problematik in die Öffentlichkeit getragen.

Zu der Podiumsdiskussion am 16. Mai im Alten Marzahner Rathaus wurden VertreterInnen der demokratischen Parteien in der BVV eingeladen. Erstmals war geplant, über konkrete Formen des weiteren Umgangs mit den betroffenen Straßen zu diskutieren:

FDP und CDU sagten ihre Teilnahme ab, da die Thematik für sie mit den 1995 an fast allen betroffenen Straßen angebrachten Hinweisschildern endgültig beendet sei.

Klaus Mätz, Fraktionsvorsitzender der SPD, erklärte, dass die SPD zu der Frage der Wiederherstellung der Würdigung der jüdischen KünstlerInnen keine Meinung besitze. Die SPD orientiere sich ausschließlich an dem Willen der AnwohnerInnen der betroffenen Straßen, die größtenteils aufgrund von Bequemlichkeit oder persönlichen Befindungen, zum Teil aber auch aufgrund von antisemitischen Grundeinstellungen, eine Straßenrückbenennung ablehnen. Dabei spielt die politisch-historische Bedeutung des Themas weder bei den AnwohnerInnen, noch bei der SPD eine zentrale Rolle.

Auch die Grünen, vertreten durch das Bezirksmitglied Ernst-Gottfried Buntrock, haben in diesem Zusammenhang die Basisdemokratie entdeckt und lehnen eine Rückbenennung gegen den Willen der AnwohnerInnen ab. Hier konnte aber zumindest der Wille einer würdigen Aufarbeitung erkannt werden. Es wurde angekündigt, sich mit den AnwohnerInnen auseinander zusetzten und eine Rückbenennung in der Diskussion zu empfehlen.

Klaus Jürgen Dahler von der Linkspartei wies daraufhin, dass seine Partei sich schon vor einem Jahr für eine Rückbenennung ausgesprochen hatte, kritisierte jedoch auch, dass keine der Parteien (auch nicht die Linkspartei), entgegen der Ankündigungen, einen angemessenen Umgang praktisch vorangetrieben hat.

Einig waren sich jedoch alle VertreterInnen, dass an die Umbenennungen erinnert werden müsse, wozu Hinweisschilder an den betroffenen Straßen eines der vielen Mittel seien. Das Bündnis Kein Vergessen fordert zusätzlich zu den Hinweisschildern im Rahmen der Erinnerung aber auch die Wiederherstellung der Würdigung der jüdischen KünstlerInnen. 62 Jahre nach der Kapitulation der Deutschen sollten die betroffenen Namenspatronen endlich wieder einen Platz im öffentlichen Straßenbild von Marzahn-Hellersdorf erhalten.

Zu diesem Zweck präsentierte das Bündnis einen selbsterstellten Antrag, der in die BVV einbracht werden soll (siehe unten).

Am Ende der Diskussion konnten sich die drei Parteien zumindest erstmal darauf einigen, dass der Pfalzgrafenweg im Mahlsdorfer Musikerviertel wieder nach seinem urspr. Namenspatron Jaques Offenbach benannt werden soll und ein Hinweisschild darüber informiert, dass es über 69 Jahre gedauert hat, bis diese durch die Nazis getilgte Würdigung wiederhergestellt wurde.

Wir, das Bündnis Kein Vergessen, betrachten dies als ersten Schritt in die richtige Richtung. Nun fordern wir konsequenterweise auch die Rückbenennung der anderen sechs Straßen in Mahlsdorf und Kaulsdorf bis auch Gustav Mahler, Felix Mendelssohn, Giacomo Meyerbeer, Heinrich Heine und Max Liebermann endlich wieder ihre Würdigung als Namenspatronen erhalten.


weitere Infos unter:


http://www.kein-vergessen.de

http://www.kein-verstecken.de

 

 


Kein Vergessen - 69. Jahrestag der Straßenumbenennungen


 


Im Zuge der, während des Nationalsozialismus, eingeleiteten Pogrome gegen Jüdinnen und Juden, wurden am 16.Mai 1938 in Mahlsdorf und Kaulsdorf Straßen umbenannt, welche die Namen jüdischer KünstlerInnen trugen. Als ursprüngliche Namenspatronen sollten diese Menschen und ihr Wirken gewürdigt und an sie erinnert werden. Diese Würdigung wurde von den Nazis aus dem öffentlichen Straßenbild getilgt und ist Teil des deutschen Antisemitismus, der in den Gaskammern von Auschwitz und der Vernichtung von über sechs Millionen Jüdinnen und Juden seinen Höhepunkt fand.


10.05. - Infoveranstaltung Kritik des Antisemitismus in der DDR
19Uhr - Audimax Alice-Salomon-Fachhochschule - U-Bhf. Hellersdorf


Die unzureichende Auseinandersetzung mit Antisemitismus, nicht zuletzt begründet im staatlich verordneten Antifaschismus der ehemaligen DDR, führte dazu, dass die Problematik über 50 Jahre nicht thematisiert wurde. Referent ist der Historiker Dr. Harry Waibel.



16.05. - Podiumsdiskussion
19Uhr - Altes Marzahner Rathaus - Helene-Weigel-Platz


1995 wurden die Straßenumbenennungen erstmals nach über 50 Jahren in den öffentlichen Fokus gerückt. Bis zum heutigen Tag wurde die Würdigung der jüdischen KünstlerInnen nicht wiederhergestellt, ein angemessener Umgang mit diesem Teil deutscher Geschichte wurde nicht gefunden. Podiumsdiskussion über eine würdige Aufarbeitung der Problematik mit u.a. Klaus Jürgen Dahler (Linkspartei, BVV-Fraktionsvorsitzender), Klaus Metz (SPD, BVV-Fraktionsvorsitzender) und Ernst-Gottfried Buntrock (Die Grünen, Bezirksmitglied).

 

 


Eine Ausstellung von Ute Donner vom 27. April bis 10. Mai 2007



"Für Silvio"

Jeden Morgen, wenn ich die Treppe vom U-Bahnhof Samariterstraße hoch kam, fiel mein Blick auf eine Gedenktafel mit der Aufschrift "Hier wurde Silvio Meier am 21. November 1992 von Faschisten ermordet".

Plötzlich an einem Tag im Oktober 1998 war sie weg.

Irgendwas musste geschehen... Tafeln und Bilder, die ich an der leeren Stelle anbrachte, waren jeden Morgen wieder verschwunden. Das ging eine Zeitlang so, bis Mario eines Tages da war, dort Stellung bezog und wir beschlossen, zusammenzuarbeiten. Nach einer Anzeige gegen Unbekannt und Vorsprache bei der Bezirksverordnetenversammlung passierten merkwürdige Dinge:

Die Tafel tauchte bei der BVG-Aufsicht des U-Bahnhofs wieder auf, welche den Besitz bisher immer bestritten hatte und wurde am Vortag des 21. November 1998 wieder aufgehängt.

Sie hing nur 4 Tage und verschwand ein zweites Mal.

Wo diese Tafel letztendlich geblieben ist, wird in der Ausstellung dokumentiert.

Im Januar 1999 brachten Silvios Freunde dann eine neue Tafel an, welche nur nach öffentlichen Protesten und Druck von Wirtschaftsstadtrat Lorenz Postler, der mit Silvio Meier befreundet war, bleiben durfte.

Nach der Modernisierung des U-Bahnhofs im Oktober 2005 war jedoch auch diese Tafel wieder auf mysteriöse Weise verschwunden - zum dritten Mal.

Obwohl sie schon zweimal abhanden kam, wurde sie in einem Bauwagen aufbewahrt. Die Baufirma, welche die Tafel an jemanden aushändigte, der sich als Silvios Freund auswies, es aber nicht war, sorgte diesmal für einen Ersatz. Der Entwurf dieser schönen Tafel stammte vom Silvio-Meier-Bündnis der Antifa. Sie wurde am 21. November 2005 angebracht und hing genau ein Jahr.

Die Gedenktafel wurde - nun schon zum vierten Mal - am 21. November 2006 mit Gewalt aus der Wand gerissen.  Wieder erstattete ich Anzeige gegen Unbekannt.

Zur Zeit hängt eine Ersatztafel mit der Aufschrift "Silvio Meier unvergessen" an dieser Stelle, die während der Mahnwache 2006 angebracht wurde.

Die Antifa arbeitet bereits an einer neuen Gedenktafel, die noch im Jahr 2007 dort hängen wird - hoffentlich für immer!

http://www.ute-donner.de/sylvio.htm

 

Austellungseröffnung am 27. April 2007 18.30 Uhr vor dem Audimax der ASFH





Letzte Änderung: 16.12.2009